Wenn der nächste Kunde nicht mehr googelt, sondern fragt.
„Welcher Tischler in der Nähe von Innsbruck baut Einbauküchen nach Maß?“ – diese Frage landet immer öfter nicht bei Google, sondern bei ChatGPT. Die Antwort ist dann keine Liste mit zehn Treffern, sondern ein Absatz mit zwei oder drei Namen. Ob Sie darin vorkommen, entscheidet sich an Ihrer Website.
Was GEO überhaupt ist
GEO steht für Generative Engine Optimization, auf Deutsch etwa: Sichtbarkeit in generierten Antworten. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass ein Betrieb in den Antworten von ChatGPT, Perplexity, Claude oder Googles KI-Übersichten auftaucht.
Der Unterschied zu klassischem SEO ist kein gradueller, sondern ein grundsätzlicher. Bei Google gibt es eine Ergebnisliste, und Sie stehen darin an einer bestimmten Stelle. In einer generierten Antwort gibt es keine Liste. Es gibt nur: genannt oder nicht genannt.
| Klassisches SEO | GEO |
|---|---|
| Ergebnisliste mit Plätzen 1 bis 10 | Ein Fließtext mit zwei bis vier Empfehlungen |
| Der Nutzer klickt sich zu Ihnen durch | Die Antwort kommt oft ohne Klick aus |
| Optimiert wird auf Suchbegriffe | Optimiert wird auf ganze Fragen und klare Fakten |
| Position ist messbar und stabil | Dieselbe Frage kann zweimal Verschiedenes ergeben |
| Werbeplätze sind kaufbar | In der Antwort selbst gibt es nichts zu kaufen |
Es gibt keinen Platz 1 in einer generierten Antwort, weil es keine Rangliste gibt – und damit auch keine Auktion, in der man sich einkaufen könnte. Wenn Ihnen jemand eine feste Platzierung in ChatGPT garantiert, verspricht er etwas, das technisch niemand zusichern kann. Fragen Sie in dem Fall, woran genau der Erfolg gemessen werden soll.
Warum das für einen Tiroler Betrieb zählt
Wie groß der Anteil der KI-Anfragen heute schon ist, kann seriös niemand auf die Kommastelle sagen – und wer Ihnen eine exakte Prozentzahl für Tirol nennt, hat sie sich ausgedacht. Sicher ist nur die Richtung: Es werden mehr, nicht weniger.
Wichtiger als jede Statistik ist, wer so sucht. Wer eine KI nach einer Empfehlung fragt, formuliert selten „Tischler Innsbruck“. Er beschreibt sein Problem – Budget, Termin, Ort, Besonderheit. Er hat also schon eine konkrete Absicht. Nennt die Antwort zwei Betriebe und Sie sind nicht dabei, findet dieses Gespräch ohne Sie statt. Sie erfahren nie davon, denn eine nicht gestellte Anfrage taucht in keiner Statistik auf.
Wie ich GEO konkret umsetze
Nichts davon ist ein Trick. Es ist im Kern sauberes Handwerk – nur konsequent auf die Frage hin gebaut, ob eine Maschine den Inhalt zweifelsfrei versteht und guten Gewissens zitieren kann.
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01
Fragen beantworten statt Schlagwörter stapeln
Überschriften formuliere ich als die Frage, die Ihr Kunde tatsächlich stellt, und beantworte sie im ersten Absatz darunter – vollständig, ohne Umweg. Ein Modell, das eine Antwort zusammenstellt, greift genau solche geschlossenen Sinnabschnitte heraus.
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02
Fakten eindeutig und an einer Stelle
Leistungen, Einsatzgebiet, Öffnungszeiten, Preise, Telefonnummer – überall identisch geschrieben. Widersprechen sich die Angaben zwischen Website, Impressum und Branchenverzeichnis, lässt ein Modell die Angabe im Zweifel lieber weg, als etwas Falsches zu behaupten.
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03
Strukturierte Daten (schema.org)
Im Quelltext liegt eine maschinenlesbare Fassung Ihrer Eckdaten: Unternehmensart, Ort, Leistungen, Preise, häufige Fragen. Das ist die Form, in der eine Maschine nicht raten muss.
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04
KI-Crawler bewusst hereinlassen
In der
robots.txtentscheiden Sie, welche Dienste Ihre Seite lesen dürfen. Viele Baukästen sperren KI-Crawler standardmäßig aus. Das kann man wollen – aber man sollte es wissen, denn wer ausgesperrt ist, kann nicht empfohlen werden. -
05
Eine
llms.txtals KurzfassungEine schlichte Textdatei, die in wenigen Zeilen zusammenfasst, wer Sie sind und wo das Wichtigste steht. Das ist kein offizieller Standard, sondern ein Vorschlag, den noch nicht jeder Dienst auswertet. Sie kostet zehn Minuten und schadet nicht – so ehrlich muss man sie einordnen.
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06
Eigene Inhalte statt Textbrei
Zitiert wird, was belegbar und eigen ist: konkrete Projekte, echte Zahlen, klare Aussagen. Allgemeine Wohlfühltexte, wie sie eine KI selbst in Sekunden erzeugt, geben einem Modell keinen Grund, ausgerechnet Sie zu nennen.
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07
Technisch schnell und sauber ausgeliefert
Inhalte stehen im HTML und nicht erst nach Ausführung von JavaScript bereit. Viele Crawler warten nicht. Was beim ersten Abruf nicht da ist, existiert für sie nicht.
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08
Nachschauen, ob es wirkt
Ich stelle die Fragen, die Ihre Kunden stellen würden, mehreren Systemen und halte fest, wer genannt wird. Zusätzlich sieht man in den Server-Daten, ob Besucher von
chatgpt.comoderperplexity.aikommen. Das ist kein Ranking-Bericht, aber es ist ehrlicher als jede Hochrechnung.
Was hier steht, können Sie an dieser Domain nachprüfen, ohne mir zu glauben:
- robots.txt – GPTBot, OAI-SearchBot, ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended sind ausdrücklich zugelassen
- llms.txt – die Kurzfassung dieser Website in Klartext
- sitemap.xml – jede Seite, die zählt, mit Änderungsdatum
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Strukturierte Daten: im Quelltext der Startseite als
ProfessionalServiceundFAQPage, auf dieser Seite alsFAQPage
Der Zusammenhang mit Barrierefreiheit
Hier schließt sich ein Kreis, der viele überrascht: Ein Screenreader und ein KI-Crawler brauchen fast dasselbe. Beide sehen Ihre Website nicht. Beide sind darauf angewiesen, dass die Bedeutung im Code steht und nicht bloß im Aussehen.
- Überschriftenhierarchie ohne Lücken – der Screenreader überfliegt damit die Seite, das Sprachmodell erkennt daran, welcher Absatz zu welcher Frage gehört
- Alternativtexte für Bilder – für den einen die einzige Information, für den anderen die einzige Chance, das Bild überhaupt auszuwerten
- Echte Beschriftungen und sauberes HTML statt Gestaltung, die nur optisch nach Struktur aussieht
- Klare, kurze Sätze – leichter verständlich und leichter korrekt zusammenzufassen
Deshalb baue ich beides in einem Arbeitsgang. Was ich für die Barrierefreiheit ohnehin tun, zahlt direkt auf Ihre Auffindbarkeit ein – und umgekehrt. Auf der Seite zur Barrierefreiheit steht auch, warum die meisten Tiroler Betriebe rechtlich gar nicht dazu verpflichtet sind und ich es trotzdem immer einbaue.
Was GEO nicht leistet
Damit hier kein falscher Eindruck entsteht:
- Es ersetzt Google nicht. Die meisten Systeme greifen für aktuelle und örtliche Fragen auf klassische Suchergebnisse zurück. Wer bei Google unsichtbar ist, ist es in der KI-Antwort meist auch.
- Es ersetzt Ihren Google-Unternehmenseintrag nicht. Für „in meiner Nähe“ bleibt der die wichtigste einzelne Quelle.
- Es wirkt nicht über Nacht. Modelle und ihre Datenstände aktualisieren sich in Wellen, nicht in Echtzeit.
- Es macht Aussagen nicht wahr. Modelle geben gelegentlich Falsches wieder – auch über Betriebe. Dagegen hilft nur, dass die richtige Angabe an möglichst vielen Stellen eindeutig auffindbar ist.
- Es ist kein Produkt, das man einmal kauft. Bei mir ist es Teil der normalen Bauweise, kein Zusatzposten auf der Rechnung.
Google-Extended steuert, ob Google Ihre Inhalte für Gemini
verwenden darf – die KI-Übersichten in der Suche werden davon
nicht gesteuert, die hängen am normalen Googlebot. Wer die
KI-Übersichten vermeiden will, müsste sich aus der Google-Suche nehmen. Das
will in der Praxis niemand.
Ehrlich gesagt
GEO ist zu einem guten Teil das, was gute Websites immer schon ausgezeichnet hat: klare Struktur, eindeutige Fakten, ehrliche Inhalte, sauberer Code. Neu ist vor allem, dass Schlamperei jetzt schneller bestraft wird – eine Maschine verzeiht eine widersprüchliche Öffnungszeit nicht so großzügig wie ein Mensch, der einfach anruft.
Wenn Ihre Seite handwerklich sauber gebaut ist, haben Sie den größten Teil bereits erledigt. Wenn nicht, ist GEO ein guter Anlass, das nachzuholen – der Nutzen bleibt auch dann, wenn die nächste Abkürzung wieder anders heißt.
Wissen Sie, ob die KI Sie kennt?
Ich stelle einigen Systemen die Fragen, mit denen Ihre Kunden suchen würden, und schicke Ihnen, was dabei herauskommt – samt der Betriebe, die stattdessen genannt werden. Kostet Sie nichts und dauert bei mir eine knappe Stunde.
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